Leistung, Belastbarkeit und innere Ruhe

Vor 5 Jahren war ich zum Bluttuning in Der Praxis von Dr. Strunz. Wir haben über meine Marathonziele gesprochen und er fragte mich: „Magnesium nehmen sie doch, oder?“ „Äh – ne, warum?“

Er hat mir ein paar Infoblätter in die Hand gedrückt und ich konnte mich etwas belesen. Schnell wurde mir einiges klar. Es ging um…

  • schlecht schlafen, Schlaflosigkeit
  • kalte Finger, kalte Füße,
  • Kopfschmerzen, Migräne, Tinitus
  • Verstopfung, Hämorrhoiden
  • Muskelverspannungen, Muskelverletzungen
  • Knirschen mit den Zähnen
  • hoher Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen und Herzrasen
  • chronische Müdigkeit
  • Nervosität, Angespanntheit, innere Unruhe

Das eine oder andere davon hatte ich damals mit Ende 40 schon mal verspürt. Und das soll alles am Magnesium liegen? Ich war sehr gespannt auf die Blutwerte und die lagen tatsächlich am unteren Rand des Referenzbereiches. Ausreichend für “geht so”  aber nicht genug für die beste Version von mir: kerngesund, topfit, voller Energie und Lebensfreude. Seit dem Tag nehme ich Magnesium – täglich. Seit dem Tag hatte ich keine Muskelverletzung mehr, ist meine Nervosität und innere Unruhe verschwunden und ich schlafe gut. Richtig gut. Ich fühle mich belastbar, leistungsfähig und gelassen. Magnesium schafft die biochemische Voraussetzung dafür. 

Magnesium erfüllt eine Menge Aufgaben in unserem Körper:

  • Steuerung von Muskel und Nervenfunktionen
  • Fett- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel
  • Energieerzeugung in den Zellen, in den Mitochondrien
  • Aufbau von Proteinen, Enzyme, Hormone, Muskeln, Immunsystem, Erbanlagen…
  • körperliche Reaktionen auf Stress
  • Entspannungsprozesse, sowohl Muskulär als auch im Gehirn (also mental)

Magnesium entspannt Muskeln und Gefäße + Magnesium hilft, in den Zellen Energie zu produzieren

Menschen mit Kopfschmerzen und Migräne haben zuwenig Magnesium in den Zellen. Nachgewiesen in hunderten von Studien. Zu wenig Magnesium auch im Gehirn. Wenn solche Menschen hochdosiertes Magnesium über Monate nehmen, verringern sich die Migräneattacken in ihrer Heftigkeit und in ihrer Anzahl. Magnesium entspannt auch Gefäße im Innenohr – Stichwort Tinitus. Alkohol schwemmt übrigens massiv Magnesium aus dem Körper und am nächsten Morgen brummt der Schädel.

Magnesium für mehr Leistungsfähigkeit

In jeder Zelle gibt kleine Kraftwerke, die Mitochondrien. Die brauchen Magnesium. Ist davon zuwenig da, ist der Muskel schlapp und der beste Sportler wird zum müden Krieger ohne Ausdauer. Gleichzeitig brauchen Sportler besonders viel davon, aufgrund des hochaktiven Stoffwechsels. 150 mg verliert der Körper allein durch das Training, einfach mal so. Stell dir vor, der Muskel gerät aus dem Takt und stell dir vor, das ist dein Herzmuskel. Der hat dann Probleme seinen Rhythmus zu halten. Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen sind die Folge und das willst du nicht haben.

Magnesium entspannt, Muskeln und Gefäße

Meine Muskel sind weich und elastisch, seit ich Magnesium nehmen. Wie ein frisches Baumwoll-T-Shirt. Das kannst du ziehen und dehnen, ohne das etwas passiert. Bei Magnesiummangel sind Muskeln fest, verspannt und wenig elastisch. Dann können Muskelfasern unter Belastung reißen. Wie ein Stofffetzen, der ein halbes Jahr in der Sonne lag. Magnesium entspannt auch den Darm. Stichwort Verstopfung. Mit ein paar Tütchen Magnesium entspannt sich dein Darm garantiert und Verstopfungen lösen sich auf. Bitte in der Nähe einer Toilette probieren.

Magnesium entspannt Blutgefäße auch in der “Körpermitte”, wie Doc. Strunz immer so liebevoll formuliert. Wenn Blut besser fließt in der Körpermitte, beim Mann und bei der Frau gleichermaßen, dann klappt´s auch besser mit dem Sex. Dann sind einfach die beteiligten Partien besser durchblutet. Arginin hilft übrigens zusätzlich. Viagra wird überschätzt.

Magnesium für Gelassenheit und mentale Leistungsfähigkeit

Das Gehirn braucht bis zu 30% deiner Körperenergie. In unserem Kopf stecken Billionen Zellen, alle mit eigenen Kraftwerken und alle brauchen Magnesium für Höchstleistung. Ohne bist du nicht nur langsamer beim Joggen im Park, sondern auch langsamer am Schreibtisch. Ich möchte leichter, schneller, besser denken und mich dabei nicht gestresst fühlen. Was für Muskelzellen gilt, das gilt auch für Gehirnzellen. Ist doch klar. Du willst oder sehr gut mit Magnesium versorgt sein und nicht nur „ausreichend“, denn das wäre in der Schule eine (4). 

Wo kommt es denn her?

Magnesium müssen wir zwingend über die Nahrung zu uns nehmen. Es ist eine der 47 essenziellen, überlebenswichtigen Vitalstoffe. Pflanzen brauchen das für ihre Stoffwechselvorgänge und ziehen es aus den Böden. Diese Planzen essen wir und so nehmen wir Magnesium auf. Wenn die Böden, auf denen wir unsere Nahrungspflanzen anbauen, zu geringe Menge davon enthalten, dann ist weniger davon in den Pflanzen und wir nehmen zu wenig davon auf. Vor ein paar tausend Jahren hat das mit einer guten oder sehr guten Versorgung vermutlich noch geklappt. Heute klappt das, für viele von uns, leider nicht mehr.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt die Einnahme von  300mg als Frau und 400mg als Mann zusätzlich zu unsere Ernährung pro Tag. Weil Teile der Bevölkerung selbst den Wert für “ausreichend” (Schulnote 4) nicht erreichen. Mit 300-400mg am Tag erreichen die meisten von uns also nach Meinung der DGE eine „ausreichende“ Versorgung. Für gut oder sehr gut brauchst du vermutlich sogar noch etwas mehr.

Mein Tipp für dich

Angenommen du kennst weder Schlafprobleme, kalte Finger, kalte Füße, Kopfschmerzen, Verspannungen, Müdigkeit, Verstopfung, Nervosität, Angespanntheit, hohen Blutdruck noch innere Unruhe. Du fühlst dich großartig und geistig und körperlich topfit, bist gelassen und glaubst, besser geht es nicht. Dann rate ich dir: Mach alles weiter wie bisher. Spar dir die Mühe und spar dir das Geld.

Angenommen du könntest dir vorstellen, da geht noch was, was deine Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Gelassenheit angeht. Dann gibt es wiederum 2 Möglichkeiten:

  1. Du besorgst dir ein Präparat und probierst es aus. Du schaust was und wieviel du davon verträgst, steigerst langsam die Dosierung und schaust, ob sich deine Themen in Luft auflösen oder zumindest verbessern. Die Chancen stehen gut, dass deine Themen mit 300/600/900/ oder als Sportler auch 1200 mg Magnesium am Tag in ein paar Wochen oder Monaten verschwinden. Viele schlafen bereits nach ein paar Tagen deutlich besser. Verspannungen lösen sich häufig auch recht rasch und Verstopfungen sogar ziemlich schnell. Wenn du eine Dosis gefunden hast,  die du verträgst und deine Themen sich in Luft auflösen, hast du gewonnen.
  2. Du gehst den Königsweg und misst deinen Magnesiumwert im Blut. Das kann dein Hausarzt für dich machen, wenn er bereit dazu ist und du im Zweifel die Kosten übernimmst. Anschließend vergleichst du deinen Blut-Wert mit dem Wert für “sehr gut ” und falls nötig nimmst du ein paar Monate lang Magnesium und überprüfst den Wert dann nochmal.

Der Sollwert laut Dr. med. Ulrich Strunz 0,9-1,1mmol

  • 0,7 mmol/l = ausreichend (4)
  • 0,8 mmol/l = befriedigend (3)
  • 0,9 mmol/l = gut (2)
  • 1-1,1 mmol/l = sehr gut (1)

Welches Präparat und wieviel?

Gute Frage. Ich würde dir gern ein Präparat empfehlen, das jeder verträgt und  eine Dosis, die für jeden passt. Leider ist es so einfach nicht. Es gibt viele verschiedene Dareichungsformen:

Das einfachste ist, du schluckst ein Pille oder ein Pülverchen. Dabei wird das Magnesium über den Darm aufgenommen und entspannt dabei zu allererst auch den Darm. Dann wird der Stuhl etwas dünner und das ist grundsätzlich okay. Ich mache das so. Bis 1.600mg/Tag kann ich als Tablette oder als Pülverchen aufnehmen. Ich merke auf der Toilette, dass ich an der Grenze bin und dann stimmt bei mir auch der Magnesiumwert im Blut. Ich nehme dafür ein Präparat mit dem Namen Diasporal 400 extra*. Ein Magnesiumoxid mit 400mg Magnesium pro Pille. Es gibt auch ein Präparat als Granulat im Tütchen, heißt dann Diasporal 400 Extra direkt* und enthält dann sowohl Magnesiumcitrat als auch Magnesiumoxid. Das ist sehr praktisch für unterwegs, weil ohne Wasser einzunehmen. Wenn du zu Durchfällen neigst, dann versuche die Verabreichung über die Haut. Du kannst Magnesium auch einreiben mit einem Magnesium-Öl. Ich habe das Zechstein Inside Magnesiumöl 31%* ausprobiert. Es funktioniert.

Dann gibt es noch Magensiumcarbonat, -glycinat, -orotat, -celat, -sulfat, -malat und mehr. Mein Tipp: Fang mit den Nächstliegenden an: Magnesiumcitrat oder Magnesiumoxid. Wenn du zu Durchfällen neigst, dann versuche die Verabreichung über die Haut mit dem Öl. Hier ist ein Artikel, der die verschiedenen Formen von Magnesium darstellt: Kannst dich ja mal belesen…

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/die-besten-magnesiumpraeparate-ia.html

Wie nimmst du Magnesium ein?

Ich verteile mein Magnesium über den Tag. Morgens, Abends und wenn ich daheim bin noch Mittags. Immer zu den Mahlzeiten bitte und nicht auf nüchternen Magen. Wegen der Darmentspannung, wenn du verstehst, was ich meine. Falls du bisher noch kein Magnesium genommen hast, dann nimm am ersten Tag 400mg am Abend (oder 300mg, je nach Präparat). Dann am nächsten Tat 300/400mg am Morgen und 300/400mg am Abend. Wenn du das gut verträgst, kannst du am Abend auch noch etwas mehr nehmen. Damit sollte sich dann schon was tun. Wenn es auf der Toilette etwas dünner wird, das ist nicht schlimm. Das ist bei mir auch so. Durchfall ist, wenn du rennen musst. Dann nimmst du etwas weniger oder du probierst ein anderes Präparat. Ein Oxid anstatt eines Citrat oder umgekehrt. Du kannst auch das Öl probieren, dann ist der Darm außen vor. Das Öl sprühst du auf die Arme oder Beine und massierst es ein. Die Haut reagiert etwas, das ist aber völlig unkritisch, empfindliche Stellen lässt du aus.

Mein persönliches Fazit

Wenn ich nur eine Sache zur Ergänzung meiner ohnehin artgerechten Ernährung nehmen dürfte, es wäre Magnesium: Nicole sagt, Magnesium habe ihre Persönlichkeit verändert. Sie sei heute gelassener, entspannter, ruhiger, souveräner und sie schreibt es dem Magnesium zu. Ich habe dem nichts hinzu zu fügen.

Bis zum nächsten Mal, dein Ralf Bohlmann. 

Join the discussion 5 Comments

  • Horst Simon sagt:

    Super Podcast über Magnesium. Ich habe schon mehrmals darüber gehört, aber du hast mich jetzt überzeugt. Ich werde es jetzt auch versuchen. Vielen Dank
    Horst

  • Claudia sagt:

    Danke für die Hinweise. Eine Frage bleibt: wie wird Magnesium im Körper eingelagert oder abgebaut? Von diversen Stoffen kann man auch zuviel dosieren – mit Folgen für die Gesundheit. Wie ist das bei Magnesium?
    Grüsse Claudia

    • Ralf Bohlmann sagt:

      Hallo Claudia,

      Magnesium wird, wie alle Vitalstoffe, aufgenommen und dann verbraucht, also abgebaut. Sobald du mehr aufnimmst, als dein Körper tatsächlich braucht, wird es sicher über die Nieren ausgeschieden.
      Liebe Grüße, Ralf

  • Birgit sagt:

    Sehr interessanter Podcast und Beitrag! Ich selbst nehme seit ein paar Jahren Magnesium in Kapseln von https://www.vitaminexpress.org/de/magnesium ein. Als nächstes möchte ich ein Magnesium-Öl ausprobieren. Ich kann es auch bestätigen, dass ich seit der Einnahme besser Schlafe und mich generell um einiges fitter fühle.
    Alles Liebe,
    Birgit

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